Kurt Schelter

Ungarn – gestern, heute, morgen…

Meine erste Erinnerung an Ungarn ist wohl der 4. Juli 1954: Deutschland gewinnt die FußballWM gegen den großen Favoriten. Wir haben vor dem Radio gejubelt. Zwei Jahre später, am 24. Oktober 1956 und die Wochen danach, hat uns Ungarn wieder an die  Lautsprecher gefesselt: Der leider gescheitere Versuch der Befreiung vom sowjetischen Joch und  die erste Angst vor einer Invasion Russlands nach Westeuropa.


In den 90er-Jahren hat dann Ungarn in meinem beruflichen Leben eine wichtige Rolle gespielt bei  der Osterweiterung der EU und seinem schwierigen Weg in den Schengen-Raum. Heute, fast 70 Jahre nach der gescheiterten Befreiung, ist ein Tag großer Freude: Ungarn, diese  schöne Land mit seiner reichen Geschichte, kehr zurück in die Familie der rechtsstaatlichen,  freiheitlichen Demokratien Europas…

Hungary – yesterday, today, and tomorrow

Today, almost 70 years after the failed liberation from soviet yoke, is a day of immense joy: 

Hungary, this beautiful country with its rich history, returns to the family of the rule of law  democracies in Europe…

Schlafwandler

Am 8. April 2026 hat der Präsident eines Landes, das vor nur 250 Jahren nach einem blutigen Bürgerkrieg aus ehemaligen europäischen Kolonien hervorgegangen ist, einer rund 5000 Jahre alten Kultur damit gedroht, sie innerhalb einer Nacht zu zerstören. Dies war eine höchstpersönliche Drohung – in den sozialen Medien, ohne ein Mandat des für die Ermächtigung zur Führung von Kriegen zuständigen Parlaments und ohne die Warnung der Verbündeten. Auf diese, in der Weltgeschichte einmalige Drohung, vergleichbar nur mit Hitler`s Ankündigung der Vernichtung der Juden in Europa, hat die Welt geschwiegen. Auch der jüdische (!) Staat Israel. Wie können die Überlebenden des Holocaust und ihre Nachkommen dazu schweigen?

Sleepwalkers

On April 8, 2026, the president of a country that emerged from former European colonies only 250 years ago after a bloody civil war, threatened to destroy a culture within one night that is around 5000 years old.


This was a highly personal threat - on social media, without a mandate from the parliament, responsible for empowering wars and without warning allies.


The world has remained silent on this threat, which is unique in world history, comparable only to Hitler's announcement of the extermination of the Jews in Europe. And the Jewish (!) State of Israel kept silent too. How can the survivors of the Holocaust and their descendants remain silent about it?

„Im Tale grünet das Hoffnungslicht“

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!


Wenn Sie heute vielleicht zu einem Osterspaziergang aufbrechen, werden Ihnen die kakophonischen, dissonanten Vorschläge Ihrer Kabinettsmitglieder in den Ohren klingen, wie den Auswirkungen des Irankrieges auf unsere Energieversorgung begegnet werden soll. Damit ist es gelungen, in allen Kreisen der Bevölkerung und in der Wirtschaft Erwartungen zu wecken und zugleich Enttäuschungen, ja tiefe Frustration zu verursachen. Wenn wir verhindern wollen, dass Populisten und Extremisten in unserem politischen Spektrum noch stärker werden und wenn wir Protestwähler zurückgewinnen wollen, dürfen Sie nicht zulassen, dass jedes neue Problem von den Mitgliedern der Koalition dazu genutzt wird, die unterschiedlichen und oft unvereinbar scheinenden Vorschläge zur Lösung wochenlang öffentlich zu diskutieren. Die Spitzen der drei Parteien, der beiden Koalitionsparteien und vor allem die Mitglieder des Kabinetts sollten Ergebnisse verkünden, keine Erwägungen. Wenn das nicht gelingt, wird uns die Freude von Goethes Faust über das „Hoffnungs-Glück“ verwehrt bleiben…


Frohe Ostern!

Ihr

Kurt Schelter

Dr. Kurt Schelter

Wichtige politische Stationen


  • 1974 — 1987



Referent für Personalangelegenheiten und Haushalt im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Kabinett– und Landtagsreferent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, stellvertretender Leiter der Abteilung „Führungshilfen und Grundsatzfragen“ im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Leiter des Ministerbüros im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung

weiter zur Person
Ein Mann mit einem lila Schal hält ein Mobiltelefon.

Rechtsgebiete

Eine Statue der Gerechtigkeit, die vor einem Stapel Bücher eine Waage hält.
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Beiträge

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und liest ein Buch.
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Eurolaw-Verlag

Eine blaue Flagge mit gelben Sternen in einem Kreis
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