Kurt Schelter
„Im Tale grünet das Hoffnungslicht“
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Wenn Sie heute vielleicht zu einem Osterspaziergang aufbrechen, werden Ihnen die kakophonischen, dissonanten Vorschläge Ihrer Kabinettsmitglieder in den Ohren klingen, wie den Auswirkungen des Irankrieges auf unsere Energieversorgung begegnet werden soll. Damit ist es gelungen, in allen Kreisen der Bevölkerung und in der Wirtschaft Erwartungen zu wecken und zugleich Enttäuschungen, ja tiefe Frustration zu verursachen. Wenn wir verhindern wollen, dass Populisten und Extremisten in unserem politischen Spektrum noch stärker werden und wenn wir Protestwähler zurückgewinnen wollen, dürfen Sie nicht zulassen, dass jedes neue Problem von den Mitgliedern der Koalition dazu genutzt wird, die unterschiedlichen und oft unvereinbar scheinenden Vorschläge zur Lösung wochenlang öffentlich zu diskutieren. Die Spitzen der drei Parteien, der beiden Koalitionsparteien und vor allem die Mitglieder des Kabinetts sollten Ergebnisse verkünden, keine Erwägungen. Wenn das nicht gelingt, wird uns die Freude von Goethes Faust über das „Hoffnungs-Glück“ verwehrt bleiben…
Frohe Ostern!
Ihr
Kurt Schelter
Dr. Kurt Schelter
Wichtige politische Stationen
- 1974 — 1987
Referent für Personalangelegenheiten und Haushalt im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Kabinett– und Landtagsreferent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, stellvertretender Leiter der Abteilung „Führungshilfen und Grundsatzfragen“ im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Leiter des Ministerbüros im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung




